ZUKUNFTSGARTEN STOLZENHAGEN

Gemeinsam wachsen und wandeln

Der Zukunftsgarten Stolzenhagen verwandelt eine brachliegende Fläche in Brandenburg in ein lebendiges Reallabor für sozial-ökologische Innovation. Mit Permakultur, echtem Lernen und Gemeinschaft.

Was entsteht hier?

Auf dem Gut Stolzenhagen, im Landkreis Barnim, entsteht bis zum 21. Juni 2027 auf 600 m² ein permakulturorientierter Lern- und Gestaltungsort. Nicht nur für Gärtner:innen – sondern für alle, die ihre Arbeit, ihre Organisationen und ihre Lebensweisen bewusst transformieren wollen.

Der Zukunftsgarten verbindet drei Dimensionen, die sonst selten zusammenkommen:

Ökologische Regeneration – Ein Garten, der nicht nur funktioniert, sondern die Erde heilt.
Echtes Lernen – Praxisnahes Experimentieren statt Theorie-Seminare.
Soziale Teilhabe – Ein Ort, an dem Menschen sich treffen, die sonst in verschiedenen Welten leben.

Das Herzstück: Drei Lernstationen

Was du hier konkret erlebst, sind drei räumlich installierte Stationen – jede mit einer eigenen Logik:

Beobachtungszone
Hier schaust du genauer hin. Wie wachsen Pflanzen? Welche Muster zeigen sich im Boden, im Wasser, in der Luft? Permakultur beginnt damit, dass du den Ort wirklich kennenlernst, bevor du gestaltest. Das gleiche gilt für Organisationen: Wer beobachtet, verstehen die eigenen Systeme besser.

Experimentierzone
Hier wird es praktisch. Du probierst Permakultur-Techniken aus. Legst Beete an. Beobachtest, was funktioniert. Und genauso experimentierst du mit neuen Formen von Zusammenarbeit, mit regenerativen Geschäftsmodellen, mit Fragen wie: Wie könnte unser Team anders zusammenarbeiten? Was bedeutet echte Gemeinwohlorientierung in der Praxis?

Reflexionszone
Nach dem Experimentieren kommt das Verstehen. Du hältst inne, schaust zurück, fragst: Was habe ich gelernt? Was hat sich verändert? Wo sehe ich neue Möglichkeiten? Reflexion ist der Ort, an dem einzelne Erfahrungen zu Wissen werden.

Für wen ist der Zukunftsgarten?

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Für wen ist der Zukunftsgarten? *

Der Garten richtet sich an vier Gruppen – jede mit ihrem eigenen „Warum":

Gründer:innen und Innovator:innen
Ihr entwickelt Geschäftsideen und fragt euch: Wie kann wirtschaftlicher Erfolg mit ökologischer und sozialer Wirkung zusammengehen? Der Zukunftsgarten ist euer Testfeld – für regenerative Modelle, die nicht nur funktionieren, sondern auch heilen.

Sozial- und Gemeinwohlunternehmer:innen
Ihr macht bereits Arbeit mit Sinn. Der Garten ist der Ort, wo ihr eure eigenen Praktiken reflektiert, voneinander lernt und neue Kooperationen entwickelt.

Junge Menschen und Schüler:innen
Ihr werdet später Entscheidungen treffen – in Unternehmen, in Verwaltungen, in euren eigenen Projekten. Der Zukunftsgarten zeigt euch, wie nachhaltige Transformation konkret aussieht. Nicht als theoretischer Input, sondern als erlebbare Erfahrung.

Vereine, Initiativen und Bildungsträger
Ihr arbeitet bereits mit Menschen in eurer Region. Der Zukunftsgarten ist ein Ort für eure Projekte – für partizipative Bildung, für Gemeinschaftserlebnisse, für Experimente, die nur in einem lebendigen Raum möglich sind.

Warum genau jetzt? Warum genau hier?

In Brandenburg fehlen Orte, an denen kreatives Lernen, echte Begegnung und die Auseinandersetzung mit nachhaltigen Lebensweisen einfach zusammenkommen. Es gibt viele Konzepte und noch mehr Debatten, aber wenige Orte, an denen sich Menschen treffen, Hände schmutzig machen und dabei etwas über sich selbst lernen.

Das Gut Stolzenhagen ist genau solch ein Ort. Seit 2012 ist es ein Begegnungsort in der Region – mit Gemeinschaft, mit Geschichte, mit Offenheit. Hier entsteht der Zukunftsgarten auf einer brachliegenden Pachtfläche. Der Raum ist da. Die Menschen, die diesen Ort tragen, sind da. Jetzt fehlt nur noch deine Beteiligung.

Der Plan

Bis zum 21. Juni 2027:

  • Die 600 m² sind nach Permakultur-Prinzipien gestaltet und bepflanzt

  • Die drei Lernstationen sind installiert und funktionsfähig

  • Mindestens fünf praxisorientierte Workshops haben stattgefunden – mit Teilnehmenden aus den vier Zielgruppen

  • Die Wirkung ist dokumentiert: Mit klaren Meilensteinen und mit dem Nachhaltigkeitsradar des Wuppertal Instituts

Das klingt nach einem großen Plan – und er ist groß. Aber wir bauen ihn Schritt für Schritt, Beet für Beet, Workshop für Workshop. Die Permakultur lehrt uns: Kleine, langsame Lösungen wirken länger als schnelle Großprojekte.

Wer trägt das Projekt?

Der WABE Odertal e.V. ist Träger und institutionelles Fundament. Der Verein betreibt seit 2012 die Schmiede, einen Raum für Inspiration, Austausch und persönliche Entwicklung. Er ist tief in der Region verwurzelt – nicht nur räumlich, sondern in echten Beziehungen zu Menschen und Initiativen vor Ort.

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) ist unser akademischer Partner. Sie bringt Wissen mit, arbeitet an Forschungsfragen mit und bindet Studierende ein, die selbst lernen wollen, wie Transformation funktioniert.

Wir sind also nicht allein – sondern Teil eines wachsenden Netzes von Menschen und Institutionen, die verstanden haben: Es braucht solche Orte.

Was kostet das?

Der Zukunftsgarten entsteht durch Förderung – mit einem Gesamtvolumen von etwa 30.000 Euro. Die ersten Förderanträge sind gestellt, weitere sind in Vorbereitung.

Den Eigenanteil bringen wir durch Eigenleistungen, Sachspenden und ehrenamtliches Engagement ein. Das ist nicht nur günstiger – es macht den Ort auch zu dem, was er sein soll: ein gemeinschaftlich getragenes Projekt.

Du willst Teil davon sein?

Als Besucher:in, Teilnehmende:r oder Mitgestalter:in:
Schreib uns eine E-Mail. Sag uns, welcher der Workshops interessiert dich? Welche Fragen bringst du mit? Wie könnten deine Erfahrungen im Garten einen neuen Blick auf deine Arbeit öffnen?

Als Fördermittelgeber:in oder Partner:in:
Wir freuen uns über Unterstützung – ob als finanzielle Förderung, Sachspende, fachliche Begleitung oder einfach als verlässliche Präsenz. Schreib uns, wie deine Organisation sich beteiligen möchte.

zukunftsgarten@chrissybraun.de

Der Zukunftsgarten Stolzenhagen wartet auf dich. Auf deine Fragen. Auf deine Hände. Auf die Ideen, die nur entstehen, wenn Menschen zusammenkommen und gemeinsam etwas wachsen lassen.